Worum geht es bei Climate Realism?
Mit der Climate Realism Kampagne wollen wir greifbar aufzeigen, wie sich der Klimawandel in verschiedenen Regionen bei verschiedenen Szenarien auswirkt. Hierfür nutzen wir vorwiegend Kunstwerke aus dem Impressionismus und zeigen durch eine mit Klimadaten trainierte KI, wie die Maler die jeweiligen Regionen in einer anderen Zeit vorgefunden hätten.
Wer sind die Erschaffer von dieser Ausstellung?
Es handelt sich hierbei um eine Aktion des WWF Deutschland (www.wwf.de). Des Weiteren unterstützt uns in der Umsetzung die Publicis Groupe Germany (www.publicisgroupe.de) in den Bereichen Kreation, Projektkoordination und Kommunikation - allen voran Leo Burnett, Digitas Pixelpark, Starcom Germany und MSL. Berechnungen der visuellen Ergebnisse wurden in Zusammenarbeit mit dem Team von inooLabs erstellt (www.inoolabs.com). Videomaterial kommt unterstützend von Chamaeleon (www.chamaeleon-dv.de). Weiterhin bedanken wir uns herzlich beim Team des POP KUDAMM (www.popkudamm.berlin) für die Möglichkeit die Kunstwerke zum Kampagnenlaunch auszustellen.
Was ist das Ziel der Aktion?
Der Klimawandel schreitet voran und damit einhergehend verändert und zerstört er Lebensräume. Für die meisten Menschen sind die Szenarien von +1,5 Grad, +3 Grad jedoch nicht im Alltag greifbar. Hier wollen wir mit Hilfe von moderner Technologie aufzeigen, was für Auswirkungen diese Szenarien für unsere Umwelt bedeuten.
Was ist die Besonderheit?
Künstliche Intelligenz ist aktuell (zurecht) ein großes Thema in der medialen Berichterstattung, da dieses Feld ein immenses Potenzial in viele Richtungen mit sich bringt. Wie in anderen technologischen Fortschritten, wollen wir die Chance nutzen um dieser Entwicklung eine Sinnhaftigkeit und einen konkreten Mehrwert zu geben. Hierbei wollen wir wie schon bei der Non-Fungible Animals Kampagne (www.wwf-nfa.de) und der #Oceandetox (www.saveyour.world) moderne Technologie, Sinnhaftigkeit und die Sensibilisierung mit den zentralen Themen des WWF wie dem Arten- und Klimaschutz auf eine sinvolle Art und Weise darstellen.
Kann ich die Bilder auch in einer realen Ausstellung erleben?
Ja, im Zeitraum vom 4. April bis 10. April werden wir im POP KUDAMM (www.popkudamm.berlin // Kurfürstendamm 229, 10719 Berlin) die Werke ausstellen. Der Eintritt ist frei und wir freuen uns über Besucher.
Wie kann ich den WWF unterstützen?
Die Kampagne hat das Ziel Aufmerksamkeit hinsichtlich der drohenden Klimakatastrophe und einhergehend den Themen des WWF zu generieren. Um die Arbeit des WWF Deutschland zu unterstützen, haben wir an mehreren Punkten eine Spendenmöglichkeit eingebaut. Diese kann auch über die Website www.wwf.de/climaterealism aufgerufen werden. Wir danken vielmals für jegliche Unterstützung.
Bekomme ich eine Spendenquittung?
Für das Jahr 2023 versenden wir automatisch die Zuwendungsbestätigungen im Februar des Jahres 2024.
Welche Technik steckt dahinter?
Wir haben die Bilder der einzelnen Szenarien mit Hilfe von Stable Diffusion erstellt. Die künstilche Intelligenz wurde hierbei mit zahlreichen Datensätzen u.a. vom Klimateam des WWF trainiert, hierfür wurde eine Vielzahl an Studien und weitere wissenschafltiche Ausarbeitungen eingepflegt.
Wie hoch ist der geschätzte Stromverbrauch/CO2 Ausstoß für das Training der KI?
Für das Projekt wurde eine Mischung aus interner Hardware und Cloud-Ressourcen verwendet, wobei der Großteil der CO2-Emissionen auf die in der Cloud durchgeführten Berechnungen zurückzuführen ist. Der geschätzte CO2-Verbrauch sieht wie folgt aus:
Cloud-Berechnungen:* 20 kg
Lokale Berechnungen:** 5 kg
* Cloud Berechnungen beziehen sich auf den CO2-Ausstoß, der anhand des Stromverbrauchs von Cloud-Computern berechnet wurde, wie von Google bereitgestellt.
** Lokale Berechnungen beziehen sich auf die CO2-Emissionen, die anhand des Stromverbrauchs der Computer in den inooLabs Büros in Schweden berechnet wurden.
Hinweis: Der gesamte CO2-Ausstoß während dieses Projekts wurde von inooLabs AB kompensiert.
Wie funktioniert das KI Training?
Beim maschinellen Lernen geht es im Allgemeinen um das Sammeln und Aufbereiten von Daten, die Auswahl eines Modells, das Trainieren des Modells anhand der Daten, die Bewertung seiner Leistung und den Einsatz des Modells zur Erstellung von Vorhersagen oder Entscheidungen. Auf höchster Ebene ermöglicht es Computern, aus Daten zu lernen, Muster zu erkennen und Vorhersagen oder Entscheidungen zu treffen, ohne explizit programmiert zu werden.
Beim maschinellen Lernen kann der Begriff Modell als eine mathematische Darstellung eines Systems beschrieben werden, das auf der Grundlage von Eingabedaten Vorhersagen trifft. Je nach gewünschtem Ergebnis können verschiedene Ansätze gewählt werden. Einige Beispiele sind LLMs, die versuchen, natürliche Sprache zu modellieren, oder Diffusionsmodelle, die für bildbezogene Aufgaben wie die Verbesserung der Auflösung vorhandener Bilder oder die Generierung völlig neuer Bilder verwendet werden können.
Wie funktioniert die Erstellung von Bildern?
In diesem Projekt wurde ein maschineller Lernalgorithmus trainiert, um Bilder für die verschiedenen Klimaszenarien zu erzeugen.
Im Allgemeinen ist es sehr teuer und mühsam, Algorithmen für maschinelles Lernen von Grund auf zu trainieren. Daher ist es von Vorteil, sich auf allgemeine, vortrainierte Modelle zu stützen, die eine grundlegende Aufgabe gut erfüllen. Anschließend wird eine bestimmte Menge an Ressourcen darauf verwendet, das Basismodell für eine spezifischere Aufgabe zu trainieren, ein Prozess, der als Feinabstimmung bezeichnet wird und in diesem Projekt durchgeführt wurde.
In unserem Szenario haben wir die Stable Diffusion-Modelle feinabgestimmt und auf der Grundlage von Eingaben der Klimaexperten des WWF und der Sammlung von Daten, die den Stil der verschiedenen Maler repräsentieren, so konditioniert, dass sie Bilder verschiedener Grade des Klimawandels erzeugen.
Warum engagiert sich der WWF in solchen technologischen Themen?
Wir haben als eine der weltweit größten Umweltschutzorganisationen eine Verantwortung der Gesellschaft gegenüber. Die technologische Entwicklung wird voranschreiten, so auch die Thematik um die künstiliche Intelligenz. Uns ist es hierbei wichtig, auch die Thematik von Energieverbrauch und CO2 Ausstoß aufzuzeigen und Transparent darzustellen, sowie die Nutzer dahingehend zu sensibilisieren. Unser Ziel ist es, außerdem eine Sinnhaftigkeit in diese technologischen Beispiele zu bringen.
Wo kann ich mich bei Fragen hinwenden?
Gerne allgemeine Anfragen an die info@wwf.de - bitte mit Hinweis in Bezug zu Climate Realism um eine direkte Weiterleitung zu gewährleisten
Presseanfragen
Journalist:innen und Redaktionen können sich gerne per E-Mail oder Telefon an die Mitarbeiter:innen der Pressestelle des WWF Deutschland wenden.